FrankreichDer Weinbau in dem weltweit berühmtesten Weinland wurde von den Griechen bereits 500 v. Chr. begründet. Die Römer entwickelten dann die bekanntesten Regionen wie Bordeaux, Burgund und Champagne. Später klassifizierten Mönche die meisten der heute berühmten Châteaux in Bordeaux. Die AnbaugebieteBordeaux Die Lage am Meer machte die Stadt zu einer bedeutenden Handelsstadt und seine Weine zu begehrter Handelsware. Im 14. Jahrhundert kaufte das englische Königshaus hier Dreiviertel seiner Weine. ![]() Bordeaux Margaux Chateau Palmer Bordeaux ist das berühmteste Weinanbaugebiet der Welt! Boden und Klima bieten perfekte Wachstumsbedingungen für die teuersten Rotweine und - mit den süßen Weinen aus Sauternes - auch Weißweinen der Welt. Burgund Hier werden Pinot Noir Weine mit Weltruhm erzeugt. Dazwischen liegt die Maconnais, in der die besten Chardonnay-Weine der Welt produziert werden. Die zugehörige Region Chablis liegt als Enklave zwischen Paris und Beaune. Diese nördliche Lage bietet mit rauhem Klima und kalten Wintern mit Frost und Schnee sowie kalkhaltigem Boden die Voraussetzung für hervorragende Weißweine. ChampagneWenn die Champagnerkorken knallen lassen wir den Alltag hinter uns und die Party kann beginnen. Die Geschichte des Getränks mit Weltruhm begann 1668 im Kloster von Hautvillers als der Mönch Dom Pérignon erstmals Wein zum Schäumen brachte. Er war es auch, der erstmals einen Korken zum Verschließen verwendete. Weinfelder (in der Region) Montagne de Reims
Die Champagne besteht aus drei Regionen:Montagne de Reims, Vallée de la Marne und Côte des Blancs. Überall dominieren die Kalkböden und das Klima ist sehr kühl. Der dadurch entstehende Säuregehalt der Trauben ist für die Schaumweinherstellung vorteilhaft. Verwendung finden die Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Für die Champagnerherstellung werden alle Trauben auch heute noch von Hand gelesen. Rhône An der nördlichen Rhône, z.B. im Bereich Hermitage, werden sowohl Rot- als auch Weißweine hergestellt. Im Süden wird der Châteauneuf-du-Pape gekeltert und auch sonst überwiegend Rotwein hergestellt. Zu den verwendeten Rebsorten in dieser heißen, trockenen und windigen Region, gehören u.a. Grenache, Cinsault und Mourvedre. Die RebsortenDie weißen Sorten
Die roten Sorten
Die weißen SortenChardonnayAus dem Burgund stammt die noble Verwandte der Burgunderfamilie (keine Mutation!) und wird heute auf Grund ihrer Widerstands- und Anpassungsfähigkeit in fast jedem Weinland angebaut. Die frühaustreibende Traube bringt bei zeitiger Lese (Erhalt der Säure), reduktiver, sorgfältiger, aber auch moderner Weinbereitung oder gar Fassausbau ganz große Spitzenweine hervor. Man bedenke, dass die großen Weine der Bourgogne, Chablis, Meursault, Maconnais, aber auch Champagne (häufig 50-70%, beim Blanc de Blanc 100%) aus dieser vielseitigen Traube gekeltert werden. Das fruchtige Bukett ist reich an vielzähligen Aromen, erinnert oft an frische Butter mit zunehmendem Alter an nussige, leicht petrolige Noten. Der goldfarbene, würzige Weine eignet sich wie kein anderer Weißwein zum Ausbau im Barrique und wird dabei mit Karamell- (kleine Fässer) und zarten Röstaromen veredelt. Sauvignon BlancSeine Karriere begann an der Loire als Sancerre und Pouilly Fumé. Nun hat er seinen Siegeszug in die ganze Weinbauwelt angetreten (zweitwichtigste Weißweinrebe) und feiert insbesondere in Südafrika und in Neuseeland große Erfolge. In diesen drei großen Anbaugebieten von Sauvignon demonstriert der Sauvignon par Excellence wie er gerade auf steinigem und kargem Terrain seine natürliche Säure, Frische und enorme Rasse mit einer unglaublichen Finesse auf einen gemeinsamen Nenner bringt. Die grünlichgelbe Farbe lässt die Vielzahl der gelben und grünen Noten von frischem Heu, Gras, grüner Paprika, Apfel, Pfirsich, Aprikose und Zitrusfrüchten nur erahnen. Unverwechselbar machen den Sauvignon jedoch seine eigenwillige Stachelbeernote und die unnachahmlichen Mineraltöne (Feuerstein!). Chenin blancColombardMacabeuMuscadelleSemillion
Die roten SortenCabernet SauvignonObwohl schon in der Antike als Biturica bekannt, wurde die spontane Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc (DNA Analyse 1997) erst seit Ende des 18. Jahrhunderts im Bordelais im großen Stil angebaut. Von dort aus hat die dickschalige, widerstandsfähige und spätreifende ( braucht warme Lagen!) Traube einen glorreichen Siegeszug in die ganze Weinbau-Welt angetreten und gilt heute unter den Edelreben als Weltbürger Nummer eins. In der Jugend fruchtig, leicht rauh, gerbstoffbetont und mit kräftigem Duft nach Zeder und Cassis verwöhnt ein guter Cabernet Sauvignon (reife Tannine zur Erntezeit!) im Laufe seiner Reife zunehmend mit feinen Vanille- und Röstaromen oder Lakritznoten. Der schwarzrote Wein, oft mit ziegelroten Reflexen besticht durch die Feinheit und Fülle seiner Aromen und durch Fasslagerung gemilderte, seidige Tannine. Überwiegend als Cuvée, meist mit Merlot und/oder Cabernet Franc angeboten, bleibt die Rebsorte in ihrer Heimat dem Bordeaux unschlagbar. Merlot„Kleine Amsel“ bedeutet der Name im südfranzösischen Dialekt und die Vögel naschen auch gerne mal von den frühreifen, gerbstoffarmen, ertragreichen Trauben. Die bringen einen eher weichen, fast molligen und oft alkoholreichen Wein hervor, der durch geringe Tannine und Säure wenig langlebig ist. Auch ein Grund für die häufige Assemblage mit Cabernet Sauvignon, deren Großartigkeit sich vor allem im Bordeaux zeigt. Mit dem höheren Merlotanteil entstehen die besten, sehr verführerischen und schneller reifenden Resultate in den Appellationen Saint-Emilion und Pomerol. Sortenrein oder verschnitten, das lebhafte, tiefe Rubinrot in der Farbe des Merlot entspricht immer dem reichen, beständigen Bukett mit großer Frucht von Kirsche und Brombeere. Cabernet FrancCinsaultGamayGrenacheMourvédrePinot NoirSyrah |