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Frankreich

Die Rebsorten

Die weißen Sorten

Die roten Sorten

Die weißen Sorten

Chardonnay

Aus dem Burgund stammt die noble Verwandte der Burgunderfamilie (keine Mutation!) und wird heute auf Grund ihrer Widerstands- und Anpassungsfähigkeit in fast jedem Weinland angebaut.

Die frühaustreibende Traube bringt bei zeitiger Lese (Erhalt der Säure), reduktiver, sorgfältiger, aber auch moderner Weinbereitung oder gar Fassausbau ganz große Spitzenweine hervor.

Man bedenke, dass die großen Weine der Bourgogne, Chablis, Meursault, Maconnais, aber auch Champagne (häufig 50-70%, beim Blanc de Blanc 100%) aus dieser vielseitigen Traube gekeltert werden.

Das fruchtige Bukett ist reich an vielzähligen Aromen, erinnert oft an frische Butter mit zunehmendem Alter an nussige, leicht petrolige Noten. Der goldfarbene, würzige Weine eignet sich wie kein anderer Weißwein zum Ausbau im Barrique und wird dabei mit Karamell- (kleine Fässer) und zarten Röstaromen veredelt.

Sauvignon Blanc

Seine Karriere begann an der Loire als Sancerre und Pouilly Fumé. Nun hat er seinen Siegeszug in die ganze Weinbauwelt angetreten (zweitwichtigste Weißweinrebe) und feiert insbesondere in Südafrika und in Neuseeland große Erfolge.

In diesen drei großen Anbaugebieten von Sauvignon demonstriert der Sauvignon par Excellence wie er gerade auf steinigem und kargem Terrain seine natürliche Säure, Frische und enorme Rasse mit einer unglaublichen Finesse auf einen gemeinsamen Nenner bringt.

Die grünlichgelbe Farbe lässt die Vielzahl der gelben und grünen Noten von frischem Heu, Gras, grüner Paprika, Apfel, Pfirsich, Aprikose und Zitrusfrüchten nur erahnen. Unverwechselbar machen den Sauvignon jedoch seine eigenwillige Stachelbeernote und die unnachahmlichen Mineraltöne (Feuerstein!).

Chenin blanc
Colombard
Macabeu
Muscadelle
Semillion

 

Die roten Sorten

Cabernet Sauvignon

Obwohl schon in der Antike als Biturica bekannt, wurde die spontane Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc (DNA Analyse 1997) erst seit Ende des 18. Jahrhunderts im Bordelais im großen Stil angebaut. Von dort aus hat die dickschalige, widerstandsfähige und spätreifende ( braucht warme Lagen!) Traube einen glorreichen Siegeszug in die ganze Weinbau-Welt angetreten und gilt heute unter den Edelreben als Weltbürger Nummer eins.

In der Jugend fruchtig, leicht rauh, gerbstoffbetont und mit kräftigem Duft nach Zeder und Cassis verwöhnt ein guter Cabernet Sauvignon (reife Tannine zur Erntezeit!) im Laufe seiner Reife zunehmend mit feinen Vanille- und Röstaromen oder Lakritznoten.

Der schwarzrote Wein, oft mit ziegelroten Reflexen besticht durch die Feinheit und Fülle seiner Aromen und durch Fasslagerung gemilderte, seidige Tannine. Überwiegend als Cuvée, meist mit Merlot und/oder Cabernet Franc angeboten, bleibt die Rebsorte in ihrer Heimat dem Bordeaux unschlagbar.

Merlot

„Kleine Amsel“ bedeutet der Name im südfranzösischen Dialekt und die Vögel naschen auch gerne mal von den frühreifen, gerbstoffarmen, ertragreichen Trauben. Die bringen einen eher weichen, fast molligen und oft alkoholreichen Wein hervor, der durch geringe Tannine und Säure wenig langlebig ist.

Auch ein Grund für die häufige Assemblage mit Cabernet Sauvignon, deren Großartigkeit sich vor allem im Bordeaux zeigt. Mit dem höheren Merlotanteil entstehen die besten, sehr verführerischen und schneller reifenden Resultate in den Appellationen Saint-Emilion und Pomerol.

Sortenrein oder verschnitten, das lebhafte, tiefe Rubinrot in der Farbe des Merlot entspricht immer dem reichen, beständigen Bukett mit großer Frucht von Kirsche und Brombeere.

Cabernet Franc
Cinsault
Gamay
Grenache
Mourvédre
Pinot Noir
Syrah