ItalienItalien, von den Griechen “Enutria“- das Weinland - bezeichnet, gehört zu den ältesten Weinbauländern der Welt. Vor allem für seine Rotweine aus dem Piemont, der Toskana, dem Trentino und Friaul ist es berühmt. Bekannt sind auch die Schaumweine „Prosecco Spumante“ und die Dessertweine. Die AnbaugebieteFriaul Aus den DOC Gebieten Collio Goriziano, Colli Orientali und Grave del Friuli kommen fruchtige Rotweine, die jung getrunken werden und dank moderner Herstellung in den letzten Jahren frisch-fruchtige Weissweine mit Charakter und Eleganz. Trotz erheblicher Qualitätsentwicklung haben die Weine ein sehr ausgewogenes Preis-Genuss-Verhältnis. Piemont
Kühles Klima lässt die Trauben langsam reifen mit dem Ergebnis eines intensiven Aromas. Die Wurzeln in vulkanischem Gestein oder Kalkböden gedeihen vor allem Rotweine in bester Qualität. Der kraftvolle, langlebige Barolo gilt als bester Rotwein Italiens. Seit 1995 die Appellation DOC Piemont eingeführt wurde, haben 41 Weine diese Qualitätsbezeichnung. Die Hauptrebsorte der Region ist Nebbiolo für Rotweine und Cortese für Weißweine. ![]() Die stimmungsvolle Piemont-Landschaft Die von mittelalterlichen Schlössern geprägte Gegend gehört zu den reichsten des Landes. Toskana
Zwischen Florenz und Siena ausgebaut, sind die Weine aus Chianti und Brunello di Montalcino weltbekannt. Die Toskana mit ihren 10 Unterregionen - Brunello di Montalcino, Chianti, Tignanello, Vin Santo, Vernaccia di San Gimignano usw. - ist vor allem ein Anbaugebiet für Rotweine. Rotweine von der Güte „Classico“ kommen meist aus dem Kern eines Anbaugebietes. Es gelten strengere Regeln und höhere Preise. Ein Chianti aus dem Classico Gebiet ist z.B. am Etikett mit schwarzem Hahn erkennbar. ![]() Toskana Azienda Claudia Ferrero Zu den bekanntesten Weissweinen gehört der inzwischen mit DOCG Status ausgestattete Vernaccia di San Gimignano, von dem schon Michelangelo schwärmte. Typische Rebsorten in dieser Region sind Sangiovese, Canaiolo Nero, bei den Weissweinen Trebbiano und Malvasia. Trentino (Alto Adige / Südtirol)
Südtirol teilt sich in das nördliche Alto Adige (Etsch Tal) und das südliche Trentino. Die Weinberge in Italiens bestem Anbaugebiet liegen z. T. über 900 m ü. d. M. in sonnenreicher Region. Auch in den Höhenlagen am Fuße der Dolomiten sind die Trauben nur selten durch Frost gefährdet. Ihre Weine werden zumeist rebsortenrein ausgebaut. ![]() Ein Weingut im Trentino Die Weinbaugeschichte Trentinos gehört zu den ältesten der Welt. 1000 v. Chr. pflanzten Griechen hier erste Reben. Das erste Weingesetz kommt aus dem 12. Jahrhundert Das Alto Adige hat seine historische Bedeutung in der Geschichte des Weines durch die erstmalige Lagerung von Weinen in Holzfässern statt Amphoren. Die RebsortenDie weißen Sorten
Die roten Sorten
Die weißen SortenPinot GrigioDer auch Grauburgunder oder Ruländer genannte Pinot Grigio ist mit seiner graurosafarbenen Schale ein direkter Abkömmling einer der ältesten Rebsorten der Welt, des Pinot Noir (Spätburgunder). Gleichwohl in fast ganz Italien verbreitet, eroberte die wiederstandsfähige, nach tiefgründigen Böden verlangende Rebe hauptsächlich den Nordosten: Venetien und Friaul. Der leichte, strohgelbe Wein ist mit seinem zarten, angenehmen Duft nicht nur zum Liebling der hiesigen Restaurant-Besucher geworden, sein voller und harmonischer Geschmack, seine feine Würze bei wenig Säure haben ihn zu einem der populärsten, italienischen Weine überhaupt aufsteigen lassen. Vernaccia di San GimignanoSchon seit dem 13. Jahrhundert ist der Wein von den Hügeln von San Gimignano berühmt und er war auch der Erste, dem 1966 das DOC-Prädikat (inzwischen auch DOCG) zuerkannt wurde. Michelangelos beschrieb den klaren und in hellem Goldgelb leuchtenden Wein mit den poetischen Worten: „Es ist ein Wein, der küsst, beißt, sticht und liebkost.“ Sicherlich Ausdruck für das wunderbare, absolut harmonische Zusammenspiel des feinen, aber intensiven Bukett mit Anklängen von Blütenduft aber auch dem besonderen Geruch des Feuersteins und dem frischen bis rassigen Geschmack, herb, nuancenreich und typischen zarten Bitterton im Abgang TrebbianoCorteseTocaiProseccoDie roten SortenSangioveseItaliens am weitesten verbreitete und wahrscheinlich älteste rote Traube ist auch die beste Sorte und somit der Star seines Landes. Besonders in seiner Heimat, der Toskana, stellt der Sangiovese mit seinen zahlreichen Spielarten (Mutationen/Klone) die Basis für so berühmte Weine wie den Chianti (Sangiovese grosso), Vino Nobile di Montalcino (Prugnolo nobile) und den Brunello (Brunello). Das von saftig kirschrote bis zum granatrot variierende „Blut Jupiters“ (lat.:sangius jovis) lebt von dem wirkungsvollen Zusammenspiel seiner lebendigen Säure und den feingliedrigen und seidigen Tanninen. Im ausdrucksvollen Duft, der den besonderen Reiz des facettenreichen Weines ausmacht, finden sich je nach Sorte, Ausbau und Boden, Aromen von Himbeeren, Wildkirschen, Pflaumen und Veilchen und vielerlei Gewürze bis zu Rauch, Erde, Eiche und Süßholz. Einfache, junge Sangiovese überzeugen gerne durch ihre Fruchtigkeit, ältere, holzfassgereifte Tropfen zählen zu den ganz Großen dieser Welt. NebbioloWie Perlen einer Kette reihen sich die DOC-Anbaugebiete des Nebbiolo besonders im Norden des Piemont aneinander. Doch der große Barolo, gefolgt von dem zu unrecht „kleiner Bruder“ genannten Barbaresco, verhalf dem Piemont zu seinem internationalen Prestige als erstklassige Rotweinregion. Sein Name, von nebbia, italienisch Nebel, weist auf die späte Lese hin. Auch sonst ist die kleinbeerige Traube anspruchsvoll und fordert ebenso gute, warme Lagen wie gehaltvolle Böden. Bei entsprechender Lagerung besticht der edle Tropfen mit der mächtigen Tanninstruktur und den lebhaften rubin- und granatroten Reflexen, mit einem geschmeidigen, samtartigen und noblen Geschmacksbild oft mit einem angenehmen Mandelton. Das vielschichtige Bukett duftet dabei nach Himbeeren, Rosen, Teeblättern, Gewürzen und Teer. BarberaCorvinaNero d’AvolaBrachetto |