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Portugal

Die Rebsorten

Die weißen Sorten

Die roten Sorten

Die weißen Sorten

Fernao Pires

„Lieschen Müller“ wäre wohl der entsprechende deutsche Name für den auch Maria Gomez genannten Fernao Pires.

Das zeugt von der Liebe der meist kleinbäuerlichen Winzer Portugals zum Wein.

Die meistangebaute und in fast allen Anbaugebieten vertretene Sorte bringt mit ihren früh reifenden und vielseitigen Trauben überraschend interessante Ergebnisse. Mineralisch und von feiner Säure sind die Weine mit charakteristischen, attraktiven Fruchtaromen nach grünem Gemüse. Oft duften sie nach Limetten und Melone.

Alvarinho

Entgegen der Übersetzung des Namens „die Weiße vom Rhein“ stammt der Alvarinho wohl eher vom Sauvignon denn vom Riesling ab.

Ganz im Norden Portugals beheimatet, muss die Rebe schon seit vor dem Mittelalter auf Grund der hohen Bodenfeuchtigkeit (Fäulnisgefahr) pergolaartig an gespannten Drähten ranken.

Die dickschalige, kleinbeerige Sorte gibt nur rund 50% Saft und verbindet dabei Körper mit viel Frische, die hochwertigste Grundlage für den Vinho Verde. Die aromatischen, fruchtbetonten Weine, schon natürlich leicht perlend, werden meist jung getrunken

Arinto
Azal

 

Die roten Sorten

Touriga Nacional

Seit dem 13. Jahrhundert werden Loblieder auf die einstmals im Douro-Tal vorherrschende Rebsorte gesungen. Noch immer wird die kleinbeerige, hartschalige und wenig ertragreiche Traube traditionell in der unwegsamen, wilden Gebirgslandschaft mit dem kontinentalen Klima angebaut, aber auch zunehmend im Dao und Alentejo. Die tiefschwarzroten, undurchsichtigen Weine mit ihren komplexen Würznoten und harzigen Aromen sind ungeheuer geschmacksintensiv.

Dabei duften sie verführerisch in blumigen Akzenten bis zu kräuterigen Tönen.

Der Touriga Nacional gilt als wahres Komplexitäts-, Reife- und Tanninwunder, dabei immer erstaunlich ausbalanciert.

Er könnte schon bald zu den Spitzenweinen der Welt zählen. Zweifellos ist er auch das Geheimnis der Größe von Vintage Port.

Tinta Roriz

Aragonez“ ist neben „Tinta Roriz“ das wohl am häufigsten verwendete Synonym für den spanischen „Tempranillo“, der in fast jeder portugiesischen Region seinen eigenen Vertreter hat.

Seine enorme Anpassungsfähigkeit und ausdrucksstarke Vielseitigkeit sorgt auch hier für vielfältige, schwarzrote und tanninreiche Spitzenweine (bei geringem Ertrag). Sie bestechen mit ihrer vollen, wilden und doch feinen, schwarzen Frucht und intensiven Geschmacksnuancen, wie etwa von Kirschen, Trockenfrüchte, Pflaumen, Tabakblättern, Gewürze, Leder, Lakritze und Bitterschokolade, je nach Ausbau und Lage.

Touriga Frances
Tinta Barroca
Trincadeira
Verdelho