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- KIELER NACHRICHTEN 10. April 2010 -
Wein der guten Hoffnung - von Oliver Stenzel
Lange Zeit galt Wein aus
Südafrika als charakterschwache
Massenware.
In den letzten Jahren ist
er jedoch zu einem Aushängeschild
des Landes geworden.

Im Moment ist Erntezeit im Weinland
Südafrika, doch die Schädlinge machen
den Winzern zu schaffen. Mit Pestiziden
kommt man ihnen nicht bei. Zu den gängigsten
Schädlingsbekämpfungsmitteln gehören
hier vielmehr laute Tröten, abschreckende
Plastikschlangen, Hunde oder schlimmstenfalls
das Jagdgewehr. Denn es sind insbesondere
die Paviane, die den südafrikanischen
Weinbauern die Trauben wegfressen,
was damit zusammenhängt, dass diese mit
ihren Reben immer weiter in den Lebensraum
der Affen drängen.
„Südafrikas Weine sind in den letzten Jahren
immer eleganter geworden“, charakterisiert
Gabriele Schnura den aktuellen Trend.
Die Inhaberin des Kieler Weinkontors ist für
die dortigen Anbauregionen Expertin.
50 verschiedene Weine von insgesamt 14 südafrikanischen
Winzern lagern in ihren Regalen. „Viele verbinden mit Südafrika ein ausschließlich
heißes Klima. Das stimmt nur zur
Hälfte. Denn nachts fallen die Temperaturen
hier stark, so dass die Trauben dann Ruhe haben
und sich ihre Aromen gut entwickeln können. Außerdem liegt das Anbaugebiet direkt
am Atlantik, weshalb von dort häufig
Winde ins Land wehen. Auch das bekommt
den Trauben gut.“ Auf dieser Basis entstünden
sehr mineralische Weine, die sich von anderen Übersee-Konkurrenten dadurch abheben,
dass Südafrikas Winzer sie nicht zu
fruchtlastigen Kraftprotzen ausbauen. Auch
der „Kleine Johnson“, der bekannteste Wein-
Taschen-führer der Welt, gibt eine ähnliche
Einschätzung: Die besten südafrikanischen
Weine könnten heute problemlos mit den
Pendants aus Kalifornien oder Australien
mithalten.
Zwar wurden auf Initiative der „Vereenigde
Oostindische Compagnie“ (VOC) bereits
Mitte des 17. Jahrhunderts die ersten Rebsorten
aus Europa dorthin importiert. Als ernst
zu nehmendes Weinland tauchte Südafrika
aber – nach einer anfänglichen Blütezeit in
der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – erst
in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts
wieder auf. Denn zu Zeiten des Apartheid-
Regimes war auch das Weinland Südafrika
weitgehend abgeschottet vom Rest der Weinwelt.
Massenware in Tischwein-Qualität
stand im Mittelpunkt der Produktion – ein
Weinstil, der auch Mitte der Neunziger zur
Zeit des Regimewechsels noch vorherrschte.
Die Weine, die dann den Export des Landes
dominierten, hat der englische Weinjournalist
Stuart Pigott einmal mit „Hintergrundmusik verglichen. Aus Angst vor schlechtem
Wetter lasen die Winzer ihre Trauben früh, aus
Angst vor unharmonischen Tönen ließen sie sie
nur kurz gären. Das Ergebnis waren fruchtigfrische
Terrassenweine, die keinen bleibenden
Eindruck hinterließen.
Das Land hat aufgeholt. Zusehends sind es
Qualitätsreben, auf die Winzer setzen. Zu den
für Südafrika typischen Sorten zählt Gabriele
Schnura auf der Weißweinebene vor allem
Sauvignon Blanc, Chenin Blanc und Chardonnay,
auf Rotweinebene Cabernet Sauvignon
und Shiraz. Obwohl das Gros der Weine reinsortig
abgefüllt werde, bestehe der Stolz vieler
südafrikanischer Winzer immer noch in einer
Rotwein-Cuvée à la Bordeaux, also einem aus
den Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot und
Cabernet Franc verschnittenen Wein. Dazu
passt, dass sich viele namhafte französische
Winzer heute ein Zweitgut in Südafrika halten.
Auch an Spätburgunder, Riesling und
Rhône-Sorten wie Grenache oder Viognier
versucht man sich erfolgreich. Die einzige
Rebsorte, die dagegen fast ausschließlich in
Südafrika gedeiht, ist die in Stellenbosch 1924
entwickelte Pinotage, eine Kreuzung von Cinsault
und Spätburgunder.
- DER FEINSCHMECKER Heft 3 März 2009 -
2005er Rosso di Montalcino, Claudia Ferrero, Toskana
Unser 2005er Rosso di Montalcino
wurde von
"DER FEINSCHMECKER"
auf den 6. Platz gewählt !
Die Zeitschrift "DER FEINSCHMECKER" hat in seiner aktuellen Ausgabe den vom Kieler Weinkontor importierten Rosso di Montalcino unter Hunderten mit dem sensationellen 6. Platz ausgezeichnet ! Vorausgegangen war die Vorauswahl aus mehreren Hundert Rosso di Montalcino. 41 davon kamen bei der Jury in die engere Wahl. Aus diesen wurde der im Kieler Weinkontor erhältliche vom Weingut Claudia Ferrero auf den 6. Platz gewählt. Im Preisniveau war er der zweitgünstigste (13,95 Euro).


DER FEINSCHMECKER: "Der Rosso von Claudia Ferrero sucht die internationale Bühne: Etwa die Hälfte des satt dunkelroten Weins wurde 14 Monate in teilweise neuen Barriques ausgebaut. Frucht und Holz vertragen sich prima, Kirsche und Vanille harmonieren schön, der Körper hat eine angenehme Struktur, die Gerbstoffe sind weich, die Säure ist bestens integriert, der Abgang lang und druckvoll. Ein eingängiger, moderner Wein."
- KIELER NACHRICHTEN, 27. Mai 2008 -
Kieler Weinkennerin in Fachjury berufen

Kiel- Gabriele Schnura, Inhaberin des Kieler Weinkontor (Holtenauer Straße 96), wurde jetzt in die Jury einer umfangreichen Verkostung der "Weinwelt" berufen. Die vierköpfige Jury wählte nach einer Vorverkostung von mehr als 100 Weinen ausgesuchter Winzer in einer Endrunde durch Blindverkostung die besten vier Weine aus: einen Spätburgunder Blanc de Noirs Secco, zwei Prosecco Frizzante aus dem Veneto und ein Brut Rosé aus Frankreich. Diese Top-Weine können auch im Kieler Weinkontor probiert werden.
Text: Thomas Dittner
- WEINGourmet Heft 4/2006 -
1999 "Vin de Constance" Klein Constantia Estate, Constantia (Südafrika)
Unser Süsswein wurde vom WEINGourmet zu den 15 Besten der Welt gewählt !


WEIN GOURMET : "Der bernsteinfarbene Klassiker vom Kap riecht nach Jasmin, Orangenschale und Flieder. Am Gaumen puffert er seine Süße mit Alkoholkraft (14,5 Volumenprozent) und Stoffigkeit. Ausladender old-school-Muskateller. Man kann die Flasche noch ein paar Jahre liegen lassen - oder schon jetzt über einen Zeitraum von zehn Tagen leernippen."