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Südafrika

Die Rebsorten

Die weißen Sorten

Die roten Sorten

Die weißen Sorten

Chenin Blanc

Erst 1965 wurde entdeckt, dass der seit über drei Jahrhunderten in Südafrika angebaute Steen/Stein und der an der unteren Loire (Anjou-Touraine) beheimatete Chenin Blanc bzw. Pineau de la Loire identisch sind.

30% der Rebfläche hält die äußerst vielseitige Traube am Kap besetzt und ist beinahe ein nationales Heiligtum. Frühaustreibend, spätreifend, ertragsreich, säurebetont und anfällig für die Edelfäule Botrytis bietet die Rebe die Grundlage für fast jede erdenkliche Weißweinart, von trockenen leichten Schaumweinen bis zu rassigen, haltbaren Edelweinen oder sogar schwerem Süßwein.

Geschmeidig sind die Weine, meist mit frischem, blumigen Bukett, die sich bei entsprechender Ertragsreduzierung auch üppig, mineralisch frisch und mit hohem Eigencharakter darstellen, begleitet von Duftnoten nach Pfirsich, Aprikose oder auch Haselnuss.

Chardonnay
Semillion
Colombard

 

Die roten Sorten

Pinotage

Schon 1925 kreuzte Abraham Izak Perold an der Universität von Stellenbosch die Rebsorten Pinot Noir und den in Südafrika fälschlicherweise Hermitage genannten Cinsault, doch erst Ende der sechziger Jahre begann er als Pinotage seinen wechselhaften, jedoch nicht zu bremsenden Erfolgsweg.

Die frühreifenden, widerstandsfähigen Trauben mit hohen Säure- und Zuckerwerten liefern einen fruchtbetonten, tief dunkelroten, beinahe undurchsichtigen, alkoholreichen Wein. Die ungewöhnliche feste, fast stoffliche Struktur unterstützt spürbar, man möchte sagen auf physikalische Weise am Gaumen die deutlichen, schokoladigen Noten des Pinotage. Die intensiven, ausdrucksvollen Fruchtaromen von roten Beeren, Kirsche und vor allen die typischen Kompottnote nach Pflaume und Banane werden durch vielfältige, warm-würzige Aromen ergänzt. Werden die eleganten Tannine noch gekonnt im Barriqueausbau verfeinert, unterstreicht das seinen faszinierenden Charakter und bestätigt die aufstrebende Position des echten Südafrikaners in der Weinwelt.

Ruby Cabernet

Die Neuzüchtung aus Carignan und Cabernet Sauvignon 1949 in Kalifornien sollte die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Hitze einerseits und die Finesse des Bordeaux andererseits verbinden.

Tatsächlich gedeiht die ertragreiche Rebsorte auch in kühleren Regionen und die Qualität stellt sich nur bei sorgfältigem An- und Ausbau ein. Oft als Verschnittwein missbraucht, erlebt der Ruby Cabernet seit den 90ern vor allem in Südafrika eine kleine Renaissance, denn mit seiner potentiellen Fruchtfülle nach Waldbeeren und den samtigen Würznoten ist er ein echtes Gaumenerlebnis.

Shiraz
Cabernet Sauvigon
Merlot